top of page

Futter, Windhunde und drei sehr hungrige Nasen

  • Autorenbild: Chrisi
    Chrisi
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

(oder: warum wir unser Futterkonzept etwas geändert haben)

 

Futter ist ja so ein Thema.

Wenn man Hunde hat merkt man schnell: Es gibt ungefähr so viele Meinungen wie Futtersorten. Trocken, nass, roh, getreidefrei, kaltgepresst, Superfood, Sensitiv, High Energy… man könnte sich damit wahrscheinlich ein ganzes Bücherregal füllen.

 

Ganz ehrlich? Man kann sich darin komplett verlieren.


Darum haben wir irgendwann beschlossen:Wir schauen weniger auf Trends – und mehr auf unsere eigenen Hunde.

Denn am Ende zeigen sie uns ziemlich gut, was funktioniert.

 

Mit uns leben:

Jamiro (Galgo), Karma (Galga) and Miss KC (Podenco / Ca de Bestiar)

 

Futter lieben sie alle – da sind sie sich absolut einig. Sobald irgendwo eine Tüte raschelt, stehen plötzlich drei sehr aufmerksame Hunde neben uns.

Trotzdem ticken sie ziemlich verschieden.

 

Miss KC ist mit ihren 11 Jahren die Sensible in der Runde. Ihr Magen ist etwas empfindlicher und auch die Bauchspeicheldrüse meldet sich leider oft.

 

Karma ist die Wilde. Voller Energie, immer bereit für die nächste Flitzerunde und grundsätzlich überzeugt, dass Bewegung und Futter perfekt zusammenpassen.

 

Und Jamiro ist unser ruhiger Gentleman. Mit seinen etwa 13 Jahren nimmt er vieles gelassen. Beim Fressen sowieso. Da ist er gemütlich unterwegs und ab und zu sogar ein bisschen schnäderfrässig. Nur wenn er frei laufen darf, sieht man sofort: Der alte Herr hat es noch drauf.

 

Die beiden Mädels dagegen würden vermutlich auch den Napf selbst noch mitessen.

Und genau deshalb haben wir gemerkt: Ein Futter für alle passt nicht automatisch perfekt. 🐾

 

Wenn Windhunde zu dünn bleiben

Viele Windhundhalter kennen das.

Der Hund frisst gut. Der Hund bewegt sich viel. Und trotzdem denkt man manchmal:

„Wo verschwindet eigentlich alles?“

 

Windhunde haben einen sehr schnellen Stoffwechsel und einen Körper, der auf Leistung gebaut ist. Sie verbrennen Energie effizient und speichern weniger Fett als viele andere Rassen.

Dazu kommt: Wenn sie regelmässig sprinten oder spielen, steigt der Energiebedarf schnell an.

Das heisst nicht automatisch, dass man einfach immer mehr Futter in den Napf geben muss – oft hilft eher ein Blick auf die Energiedichte. Also darauf, ob das Futter genug gut verwertbare Energie liefert und wirklich zum Bedarf des Hundes passt.

 

Unsere kleine Futter-Erkenntnis

Lange Zeit haben wir ein eher leichtes Futter mit viel Huhn gefüttert. Das ist grundsätzlich gut verdaulich und für viele Hunde perfekt.

 

Bei Karma und Jamiro haben wir aber irgendwann gemerkt: Sie bleiben sehr schlank. Teilweise fast ein bisschen zu schlank.

Der Appetit war da, die Verdauung war gut – aber es fehlte etwas Substanz.

Also haben wir angefangen umzudenken.

 

Nicht einfach mehr Futter. Sondern etwas energiereicheres Futter.

 

Proteinquelle macht einen Unterschied

Viele Hunde reagieren unterschiedlich auf verschiedene Fleischsorten.

Das ist ganz normal.

Manche Hunde laufen stabil mit:

Huhn oder Schwein, andere besser mit Lamm oder Rind.

 

Wir haben für uns entschieden:

KC bekommt ein etwas leichteres, magenfreundliches Futter. https://www.pfotenpark.ch/product-page/swiss-natural-schwein

(Anders als angenommen, hat Schweinefleisch einen geringen Fettanteil (11%). Da es selten in Futtermittel verarbeitet wird, ist sein allergenes Potenzial sehr niedrig.)

 

Karma und Jamiro dagegen etwas kräftigeres mit mehr Energie und Protein, damit Muskeln und Gewicht besser aufgebaut werden können.

 

Das bedeutet nicht, dass eine Fleischsorte „gut“ und eine „schlecht“ ist. Es bedeutet nur:

Der Hund entscheidet am Ende.

 

Kleine Dinge, die einen grossen Unterschied machen

Neben dem Futter selbst haben wir ein paar Dinge, die sich bei Windhunden bewährt haben.

Mehrere kleine Mahlzeiten statt einer grossen.

Windhunde haben oft empfindliche Mägen und kommen mit kleineren Portionen besser zurecht.

 

Ein kleines Bettmümpfeli am Abend.

 

Das hilft bei manchen Hunden gegen einen leeren, säureempfindlichen Magen.

 

Gerade an heissen Tagen achten wir zusätzlich darauf, dass genug Flüssigkeit aufgenommen wird. Deshalb gibt es bei uns ab und zu auch etwas Nassfutter, grosszügig mit Wasser angereichert als Snack tagsüber. Das wird hier ziemlich begeistert angenommen – und ist gerade im Sommer eine einfache Möglichkeit, noch etwas mehr Flüssigkeit in den Hund zu bekommen.

 

Staubsauger mit Turbo

Unsere drei sind beim Fressen... sagen wir mal... motiviert.

Darum nutzen wir gerne Schnüffelteppiche oder langsamere Futterspiele.

Das sorgt dafür, dass das Futter nicht in zehn Sekunden verschwunden ist.

Und ganz nebenbei macht es den Hunden auch Spass.

 

Jamiro nimmt sich dabei Zeit. Die Mädels weniger.

Aber erstaunlicherweise funktioniert das ziemlich harmonisch. Wenn Jamiro noch isst, warten die anderen meistens geduldig – und kontrollieren danach sicherheitshalber noch einmal seinen Napf.

Man weiss ja nie.

 

Und die Leckerlis?

Natürlich gibt es auch bei uns Snacks.

Getrocknete Hühnerstreifen, Kauartikel oder Trainingsleckerlis gehören einfach dazu.

Solange das Hauptfutter stimmt und die Menge passt, sehen wir das entspannt. Ein bisschen Abwechslung darf sein – und Kauen macht Hunde einfach glücklich.

 

Die Sache mit dem Ei

Ein weiterer Snack, den es ab und zu bei uns mal gibt: ein hartgekochtes Ei.

Komplett, mit Schale. 

Die Theorie dahinter ist eigentlich simpel: natürlicher Snack, gutes Protein, Beschäftigung inklusive. Und die Eierschale liefert zusätzlich etwas Calcium.

 

Die Praxis sieht so aus:

Jamiro und KC wissen sehr genau, was zu tun ist. Ein paar gezielte Bisse und das Ei verschwindet relativ souverän.

 Und dann ist da Karma.

Karma ist überzeugt, dass dieses Ei vermutlich ein Rätsel ist. Sie rollt es herum, schaut es an, versucht vorsichtig hinein zu beissen – und ist sich nicht ganz sicher, ob das wirklich essbar ist.

Meist müssen wir ihr Ei einmal leicht anknacken. Danach funktioniert es plötzlich erstaunlich gut.

Manchmal braucht es eben nur eine kleine Starthilfe.

 

Unser Fazit

Futter ist kein starres Konzept. Es darf sich verändern.

Mit dem Alter des Hundes. Mit seiner Aktivität. Mit dem, was man beobachtet.

Und manchmal braucht es einfach ein bisschen Mut, etwas Neues auszuprobieren.

 

Unsere drei zeigen uns ziemlich gut, was funktioniert.

Und genau darum geht es am Ende.

 

Nicht um die perfekte Theorie.

Sondern um Hunde, die zufrieden sind, sich wohl fühlen und mit Freude durchs Leben rennen. Oder sprinten.

Oder den Schnüffelteppich auseinandernehmen.

Je nachdem. 🐾


 

 

GLACIAL® Napf – damit es länger frisch bleibt - Khaki
CHF 34.00
Jetzt kaufen
Schnüffel-Teppich Blume
CHF 30.00
Jetzt kaufen
Fun Feeder Flower
FromCHF 19.50
Jetzt kaufen

Kommentare


bottom of page